26/06/2026 0 Kommentare
Ökumenisches Videoformat führt Hessentags-Botschaft weiter
Ökumenisches Videoformat führt Hessentags-Botschaft weiter
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Ökumenisches Videoformat führt Hessentags-Botschaft weiter
Der Hessentag in Fulda ist zu Ende, die Botschaft des gemeinsamen Kirchenprogramms wirkt weiter: Unter dem Leitwort „Im Herzen eins“ zeigt ein ökumenisches Videoformat, wie Menschen mit unterschiedlichen Positionen ins Gespräch kommen können. In drei Folgen diskutieren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner aus katholischer und evangelischer Kirche Fragen, die beide Konfessionen beschäftigen. Dabei wird deutlich: Einheit bedeutet nicht, immer einer Meinung zu sein. Sie kann auch dort wachsen, wo Menschen einander zuhören, Unterschiede ernst nehmen und im Dialog bleiben.
„Im Herzen eins“ heißt nicht, dass alle dasselbe denken müssen. Diese Erfahrung prägte das gemeinsame Kirchenprogramm beim Hessentag in Fulda und steht auch im Mittelpunkt eines ökumenischen Gesprächsformats, das Bistum Fulda und Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) anlässlich des Hessentags entwickelt haben. Das Format greift die Frage auf, was Menschen verbindet, wenn sie unterschiedliche Perspektiven haben.
Unterschiede aushalten
Zwei Personen diskutieren jeweils ein Thema, drei Fragen führen durch das Gespräch. Im Mittelpunkt stehen Fragen zu Kirche, Gottesdienst, digitalen Räumen und Orten der Gottesbegegnung. So führt das Videoformat die Botschaft des Hessentags-Programms weiter: Gemeinsamkeit entsteht nicht durch Gleichförmigkeit, sondern durch Gespräch, gegenseitiges Verstehen und die Bereitschaft, Unterschiede auszuhalten.
Ziel des Formats ist nicht der schnelle Kompromiss. Im Mittelpunkt stehen vielmehr Verständnis und Akzeptanz für die jeweils andere Position. Wie in der Ökumene gilt auch hier: Das Ziel kann ähnlich sein, auch wenn die Wege dorthin verschieden sind. Menschen, die trotz unterschiedlicher Ansichten in den Dialog treten, können so zu einem Beispiel für respektvollen Umgang miteinander werden. Das gilt auch über kirchliche Fragen hinaus.
Kirche, Gottesdienst und digitale Räume
Die drei Folgen greifen unterschiedliche Themen auf. In der Folge „Braucht die Kirche ein digitales Update?“ diskutieren die evangelische Pfarrerin Svenja Neumann aus Hanau und Pfarrer Jörg Niesner, der als „Insta-Pfarrer“ mit christlichen Inhalten in sozialen Netzwerken präsent ist. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob Social Media für Kirche mehr sein kann als ein zusätzlicher Kanal und wo digitale Kommunikation reale Begegnung nicht ersetzen kann.
Eine weitere Folge fragt: „Braucht es neue Wege, Gottesdienst zu feiern?“ Darüber sprechen Niklas Beck, Pastoralreferent im Bistum Fulda, und Holger Biehn, evangelischer Pfarrer in Flieden. Im Mittelpunkt steht die Spannung zwischen traditionellen Gottesdienstformen, neuen Feierformen, ökumenischer Praxis und der Frage, wie Kirche Menschen erreicht, die sich von ihr entfernt haben oder ihr bisher kaum begegnet sind.
In der Folge „Braucht Gott ein Haus aus Stein?“ diskutieren Björn Hirsch, Referent für Pastorale Innovation im Bistum Fulda, und Christian Schel, der sich ehrenamtlich in seiner Gemeinde und im Organisationsteam des Pfingstfests in Hilders engagiert. Das Gespräch nimmt die Bedeutung von Kirchengebäuden ebenso in den Blick wie Formen von Glauben und Gottesbegegnung außerhalb klassischer kirchlicher Räume.
Videos auf YouTube
Die Gespräche wurden aus Anlass des Hessentags im Domgarten direkt neben dem Fuldaer Dom aufgezeichnet. Die drei Folgen sind auf dem YouTube-Kanal des Bistums Fulda zu finden unter: www.youtube.com/bistumfuldade
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